Gewicht_jo_jo
Ernährung,  Langsam Leben

Mein Name ist Jo-Jo

Ich habe ein Ventil. Ein Werkzeug, dass mir eindeutig sagt, dass etwas schief läuft. Ein Zeichen, dass für mich deutlicher nicht sein kann. Ein Alarmsignal, dass mich schmerzlich spüren lässt, dass ich auf dem falschen Weg bin.


Mein Gewicht.

Ich bin ein Jo-Jo auf zwei Beinen

Eigentlich dachte ich, dass ich diesen Punkt schon längst überwunden hätte. Doch da habe ich mich getäuscht.
Wenn es mir schlecht geht, dann sieht man es an meinem Körper.

Stadium 1: Haben wir was Süßes im Haus?

Ich beginne mehr zu essen, hab verlangen auf Süßigkeiten, mache nur noch jeden zweiten Tag Yoga und nehm mir gerne nochmal einen Nachschlag.

In diesem Stadium registrier ich noch lange nicht, dass hier gerade etwas aus der Bahn läuft. Ich rede mir im Kopf die Situation schön und belüge mich selbst.

Stadium 2: Pickel? Ich bekomme bestimmt bald meine Tage!

Meine Hautbild verändert sich und wird schlechter. Die ersten Pickel kommen erscheinen, die Frisur sitzt nicht mehr so richtig und ich schau mich nicht mehr so häufig im Spiegel an.

Kleidung wechsle ich nur noch von Arbeitskleidung zum Jogginganzug, aber nicht um Sport zu machen.

Stadium 3: Fotos? Im Winter seh ich immer so blass aus!

Ich lass mich nicht mehr so gerne fotografieren und mag mich auf Bildern auch nicht mehr gerne ansehen.

Hier müssten meine Alarmglocken laut bimmeln. Aber selbst da merke ich es nicht.

Stadium 4: Die Wäsche ist wieder eingegangen!

Ich brauch wieder länger um mir ein Outfit anzustellen. Die Kleidung sitzt nicht mehr wie im Sommer und ich fühle mich nicht mehr wohl.

Spätestens JETZT hab ich es auch endlich begriffen. Und die Waage bestätigt meine Vermutung freundlich.

Ich hab zugenommen.

Aber wieso ist das in meinem Falle so?

Ich habe heute viel darüber nachgedacht und habe versucht den Anfang dieses Kreislaufs zu finden. Und ich möchte ein paar Vermutungen mit euch teilen.

Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.

Christian Morgenstern

Punkt 1: Der Stress auf der Arbeit steigt, der Ton wird rauer und die Nerven liegen blank. Mein Körper baut sich Stück für Stück einen Schutzpanzer um die kommende Phase zu überstehen.

Die Tage werden länger, die Arbeit wird doch nochmal mit nach Hause genommen und die Unsicherheit steigt auf vielen Ebenen.

Punkt 2: Die Arbeit Erfüllt mich nicht mehr und eigentlich möchte ich was ganz anderes machen. Privat bilde ich mich weiter und stecke ganz viel Freizeit in meine Fortbildungen. Durchatmen und Pause? Fehlanzeige

Punkt 3: Fluchtverhalten macht sich in allen Bereichen breit. Ich flüchte mich auf sämtlichen Kanälen um mich nicht mit mir selbst auseinandersetzen zu müssen. Ich höre ständig Musik oder einen Podcast, Schaue Videos oder verbringe Zeit auf Social Media. Ich bin permanent abgelenkt.

Und Jetzt?

Mit diesem „Mimimi“-Beitrag wollte ich mir Luft machen. Ich wollte die Situation „aussprechen“ und mich selbst damit konfrontieren.

Gleichzeitig möchte ich mich sensibilisieren und meinem Körper keine Schuld dazu geben. Es ist mein Schutzmechanismus und das schon sehr lange in meinem Leben. Eigentlich muss ich die Reißleine finden, damit es nicht immer so weit kommt.

Aber an diesem Punkt, bin ich noch nicht.

Danke lieber Körper, dass du Gesund bist und mich täglich durchs Leben trägst!

Marliese

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