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Meine Morgenroutine

Heute möchte ich euch mein wichtiges und simples Tool näher bringen um sein Leben positiver und achtsamer zu gestalten. Die Morgenroutine.

Viele von uns starten hektisch und chaotisch in den Tag. Der erste Blick noch vor dem Aufstehen geht aufs Smartphone. Wurde der Facebook und Instagram Feed gecheckt,  steht man auf und trinkt seinen Kaffee, während man sich für die Arbeit fertig macht. Alles läuft parallel. Alles läuft unbewusst.
Viel zu spät verlässt man das Haus und fährt hektisch auf die Arbeit. Die Freude ist groß, falls man es Pünktlich schafft. Doch meistens kommt man zu spät.

So sah mein Morgen noch vor kurzem aus bis ich angefangen habe mich an einer Morgenroutine zu gewöhnen. Ein kleines simples Tool, welches einen riesengroßen Effekt auf mein Leben hat.

Was ist eine Morgenroutine genau?
Man sagt es benötigt ca. 66 Wiederholungen bis eine Tätigkeit zur Gewohnheit übergeht. Möchte man also nachhaltig etwas in seinem Leben verändert, dauert es eine Zeitlang bis das Neue zur Routine wird.
Bei einer Morgenroutine eignet man sich kleine Gewohnheiten an, die es helfen ruhiger, gesünder und vor allem bewusster in den Tag zu starten. Man fokussiert sich auf positive Dinge und schafft es dem Morgen mehr Bedeutung zu geben und somit auch besser in den Tag zu starten.
Die Erfolgreichsten Menschen haben eine Morgenroutine. Man sagt nicht Umsonst „Morgenstund hat Gold im Mund“ – also wieso die ersten Minuten des Tages mit sinnlosen Instagram Feeds verbringen?

Um euch ein wenig Inspiration zu geben möchte ich euch meine Morgenroutine vorstellen:

Der Umstieg von Smartphone auf Wecker

„Back to the roots“! Ein Wecker musste her. Wie bestimmt viele von euch wurde auch ich Jahrelang von meinem Smartphone geweckt. Bevor ich mehrfach die Schlummertaste betätigte, ging der erste Blick in die Sozialen Medien.  Im Umkehrschluss bedeutet das, dass ich die ersten Sekunden meines Tages fremden Einflüssen widmete. Ohne zu wissen was mich erwartet, liegen Freud und Leid in den sozialen Medien so nah beieinander.

Tipp: Widme die ersten Sekunden deines Tages dir selbst. Wie geht es dir heute? Wie hast du geschlafen? Vielleicht stellst du dir auch den Tag vor, der dich heute erwartet und fragst dich, was möchte ich heute erleben!?

Ein Glas Wasser, bitte!

Nach dem Aufstehen ist das erste was ich mache ein Glas Wasser trinken. Jahrelang startete mein Tag mit Kaffee. Doch wer ein mal damit angefangen hat zuerst ein zimmertemperiertes Glas Wasser zu trinken merkt, wie es den Körper erfrischt und ihn hochfahren lässt. Man spürt sofort die Energie und das der Körper seinen Treibstoff erhält. Bei mir fängt der Stoffwechsel an zu arbeiten und ich bekomme dadurch auch wesentlich früher Hunger. Probier es aus!

Tagebuch

Danach schreibe ich ein paar Minuten Tagebuch. Dabei geht es mir darum, mich auf die positiven Dinge in meinem Leben zu konzentrieren. Wofür bin ich dankbar? Was kann ich heute beitragen, dass mein Tag wundervoll wird? Welche Affirmation nehme ich mit in den Tag? 
Fällt es dir schwer gleich Morgens leere Seiten zu füllen, so probiere Tagebücher wie „Das 6-Minuten Tagebuch“ aus. Es ist ein hilfreiches Tool um den Tag mit positiven Gedanken zu starten. Du bekommst in diesem Tagebuch konkrete Fragen gestellt und es hilft dir, über die positiven Aspekte deines Tages zu starten.

Tee statt Kaffee

Ich war ein absoluter Kaffee Junkie. Hätte man mir gesagt, dass ich irgendwann mal  meinen morgendlichen Kaffee in einen Tee tauschen würde, hätte ich ihn für verrückt erklärt. Doch ich habe es ausprobiert und festgestellt, dass mich mein Glas Wasser und die morgendlichen Minuten, die ganz mir alleine gehören, so sehr pushen, dass ich keinen Kaffee als Energielieferant benötige.
Ich trinke nach wie vor gerne Kaffee. Nur jetzt entscheide ich mich bewusst dafür und lasse mich nicht von dieser Sucht lenken.

Meditation / Yoga

Es reichen eine kurze Meditation oder ein paar Sonnengrüße um deine Energie zu fokussieren. In den Sommermonaten nutze ich den Morgen für eine kurze Yogasession. Da ich in den Wintermonaten lieber zurückgezogen bin, nutze ich den Morgen für eine kurze Meditation. Nachweislich wirkt sich meditieren positiv auf das Gehirn aus. Man nimmt sein Umfeld und das leben positiver war, da man Achtsamer wird. Es ist wichtig sich bewusst Freiräume zu schaffen um im Hier und Jetzt anzukommen. Leben wir im Alltag doch viel zu oft in der Vergangenheit oder in der Zukunft!
Yoga hat den gleich Effekt. Durch die Konzentration auf den Atem ist man ganz bei sich. Das ist wohl der hilfreichste Tipp den ich selbst bekommen habe und weitergeben möchte.

Wir selbst sind Meister der Ausreden. Sätze wie, „Dafür hab ich doch keine Zeit“, „Da kann ich doch gleich um 4 Uhr aufstehen“, kommen automatisch hoch. Diese Abwehr ist ganz normal, denn der Körper möchte keine Veränderungen. Die alten Gewohnheiten sind sein liebstes Gut, daher dauert es eine Zeit lang, bis sich die neue Morgenroutine zu einer Gewohnheit etabliert.

Meine Morgenroutine dauert ca. 20 Minuten. 20 Minuten die ich gerne bereit bin für MICH zu investieren. Für mich beginnt der Tag um 5.30 Uhr. Um 6.30 Uhr muss ich spätestens aus dem Haus. Ich stehe nicht früher auf als vorher, sondern teile meine Zeit besser ein. Diese 20 Minuten haben mein Leben so sehr verändert, dass ich so Glücklich darüber bin.

Vor genau einem Jahr war die schwierigste Zeit in meinem Leben. Ich litt so sehr an Depressionen und konnte zeitweise gar nicht mehr aufstehen. Ich sah keinen Sinn mehr in meinem Leben. Wenn ich mich heute anschaue, bin ich so stolz auf mich und unendlich Dankbar für diese Erfahrung, dass kann ich gar nicht laut genug in die Welt schreien. Das vergangene Jahr hat mich viel Kraft gekostet um auch in dieser kurzen Zeit die Depression zu überwinden. Aber ich war bereit dazu. Ich wollte etwas ändern! Und die Morgenroutine hat einen elementaren Teil dazu beigetragen.

Daher möchte ich jedem Mut machen, der etwas in seinem Leben verändern möchte. Der seinen Fokus verändern möchte und bereit dazu ist neue Dinge auszuprobieren! Ich kann euch eines sagen: Es lohnt sich!

Wenn du eine Morgenroutine starten möchtest, dann nutze am Besten deinen Urlaub dafür. Es wird dir leichter fallen, als gleich im Alltag damit zu starten.

Hast du auch eine Morgenroutine? Dann teile sie gerne mit mir!

Wenn du fragen hast, dann schreib mir ebenfalls gerne.

Alles Liebe

 

 

Photo by Danielle MacInnes on Unsplash

3 Kommentare

  • Reiner

    Liebe Marliese,

    Morgen-Routine gehört auch zu meinem Alltag. Dafür stehe ich sehr früh auf, um die Gunst der frühen, stillen Stunden für mich zu nutzen. Eine Tee-Zeremonie mit grünem Tee gehört ebenso dazu wie ein Mix aus Yoga und HWS-Gymnastik. Dafür nehme ich mir allmorgendlich eine knappe halbe Stunde Zeit. Zeit, die sich lohnt. Anschließend nehme ich mir Zeit für ein ruhiges Frühstück, Zeit für Toilette, in Ruhe. Es lohnt sich, solcherart sortiert und geerdet geht es sich ganz anders in den Tag.

    Grüße aus dem Tal der Wupper !

  • V_ANANDA

    Hey, ich bin gerade dabei meine perfekte Morgenroutine zu finden. Dein Beitrag war da sehr inspirierend. Danke dafür! Vielleicht magst du mal bei meiner Seite vorbei schauen, da du dich für Yoga interessierst. LG Vany

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