Alltagshelfer,  Bewegung,  Konsum,  Langsam Leben,  Nachhaltigkeit

Meine „Langsam Leben“- Alltagshelfer 

Ich möchte heute meine persönlichen Langsam Leben-Alltagshelfer, mit euch teilen. Manche sind noch in der Testphase, andere schon für gut befunden.

Früh aufstehen
Starten wir mit dem schwierigsten Punkt. Für die meisten Menschen ist es das frühe Aufstehen. Ich war früher ein Langschläfer und lag auch unter der Woche bis zum letzten Drücker im Bett. Nun stehe ich am Morgen um 5.30 Uhr auf und trinke danach erst mal gemütlich meinen Kaffee. Im Sommer sitze ich gerne dabei auf dem Balkon. Im Frühling oder Herbst dann auch mit dicken Pullover oder Jacke. Das macht den Kopf frei und beruhigt unheimlich. Manchmal beginne ich den Tag noch mit einem Sonnengruß, doch das schaff ich nicht immer 🙂

Lass das Schlummern
Dieser Punkt war für mich persönlich schlimmer als das frühe aufstehen. Ich war der totale Schlummer Typ. Mind. 3-4 mal drückte ich meinen Wecker stumm und am Ende war ich total gerädert und fertig. Schlummern bringt keine Erholung für den Körper. Vor allem, wenn du dich wieder in der Einschlafphase befindest. Ich reduzierte zuerst von über einer Stunde schlummern am Tag auf 1/2 Stunde schlummern. Nach ein paar Wochen durfte ich nur noch ein mal schlummern. Und nach einem Urlaub habe ich ganz damit aufgehört.
Mir geht es wirklich super damit und ich bin wesentlich wacher und erholter.

Mit dem Rad zur Arbeit fahren
Einer meiner neuesten Veränderungen ist der tägliche Arbeitsweg mit dem Fahrrad. Anstatt im Stau und an jeder roten Ampel zu stehen, fahre ich über Wiesen und Felder. Ich habe schon nach einer kurzen Zeit gemerkt, dass ich durch das Rad fahren viel klarer in den Tag starte und mit einem „frischen“ Kopf auf der Arbeit ankomme. Jeder der die Möglichkeit hat, sollte es ausprobieren und dadurch schon wesentlich ruhiger in den Tag starten. Ein positiver Nebeneffekt ist die sportliche Betätigung am Morgen 🙂

Mit den Öffis fahren
Meine Wege zum Einkaufen lege ich mit dem Auto oder zu Fuß zurück. Für den Rest nutze ich Fahrrad oder den Bus.
Keine Parkplatzsuche oder Stadtverkehr. Klar gibt es auch Nachteile, aber ich kann selbst nicht hetzten oder rasen und durch stress unvorsichtig Autofahren. So habe ich immer ein Buch dabei und freue mich, wenn ich ankomme 🙂

Wenig Kleidung besitzen
Die Qual der Wahl. Wer viel Kleidung besitzt hat immer die Auswahl. Wer von uns hat nicht schon Stundenlang vor dem Kleiderschrank verbracht und hatte am Ende „nichts zum Anziehen“. Wie wär es denn, wenn du nur noch Lieblingskleidung besitzt? Dieser Schritt war schwer, aber je weniger Kleidung ich besitze, desto mehr Zeit hab ich am Ende für die wichtigen Dinge im Leben.
Mittlerweile verkaufe ich jede Woche teurere Kleidung über Kleiderkreisel , die Basics gebe ich beim nächsten Sozialkaufhaus ab. Mir ist wichtig, dass nichts was noch tragbar ist, weggeschmissen wird. Und mir geht es mit jedem Zentimeter Platz im Schrank besser.

Wenig Kosmetik besitzen
Ähnlich verhält es sich bei Kosmetik. Je weniger ich besitze desto besser. Brauch ich wirklich 5 verschiedene Mascara? Oder reicht vielleicht doch einer?
Bei Kosmetik habe ich gerne viel gekauft und hatte immer 4-5 verschiedene Shampoos und Duschgels im Schrank. Jetzt kaufe ich nur noch etwas, wenn ich es tatsächlich brauche und versuche dabei auf Naturprodukte zurückzugreifen. Darüber möchte ich aber in einem späteren Blogbeitrag mehr berichten.

Alles immer gleich auf seinen Platz legen
Ja es klingt verrückt, aber ich hatte keine festen Plätze für meine Dinge. Ich hab alles immer irgendwo abgelegt, musste es dann später wieder suchen und habe es dadurch mindestens zwei Mal angefasst. Keine definierten Plätze ist ein richtiger Zeitfresser.
Es dauert ein paar Wochen, bis man aus dieser lästigen Gewohnheit ausbricht, aber am Ende spart man sich dadurch einfach Zeit und muss nicht ständig suchen.

Zeitplan für die Woche schreibe
Der Zeitplan ist noch in der Testphase, aber schon nach den ersten beiden Wochen nimmt es einen enormen inneren Druck von mir.
Mein Partner und ich schreiben Sonntags einen Zeitplan für die kommende Woche. Wir haben dadurch einen Überblick über die anstehenden Aufgaben, teilen diese auch fair untereinander auf und halten uns genügend Pufferzeit frei.
Ich habe mir gerne mal meine freien Tage zu voll geladen. Anstatt eines guten Gefühls die ganzen Aufgaben erledigt zu haben, war ich am Ende aber nur K.O.

Gärtnern
Gärtnern entschleunigt ungemein. Ich könnte Stunden bei meinen Pflänzchen verbringen und sie hegen und pflegen. Man lernt, dass alles seine Zeit braucht. Auch das Wachsen eines kleinen Samens in eine ausgewachsene Blume ist ein wahres Glücksgefühl. Wenn man sein eigenes Gemüse anpflanzt und am Abend der Salat vom eigenen Balkongarten auf dem Tisch steht, isst es sich gleich viel besser 🙂 

Tief durchatmen
Was zuerst wie eine Floskel klingt beweist sich immer wieder als wahren Lebensretter. Geh einen Schritt zurück und Atme durch. Ich lass mich gerne von stressigen Situationen anstecken und sehe danach alles schwarz. Ein mal kurz die Situation verlassen, sich auf seinen Atem konzentrieren macht den Kopf klar und man geht mit frischen Gedanken ans Werk.

Perfektionismus ablegen
Viele von uns sind Perfektionisten. Immer das Beste im Job geben, die Wohnung muss immer sauber sein und perfekt Aussehen muss man sowieso.
Das dieser Plan nie zu 100% aufgeht ist logisch. Man kann nicht in all seinen Lebensbereichen immer 100% oder mehr geben. Das geht vielleicht Phasenweise, aber nicht auf Dauer.
Man muss im Job auch mal an einer Aufgabe scheitern können und um Hilfe bitten. Oder auch mal das Saugen auf den nächsten Tag verschieben.
Wenn man sich nach einem stressigen Tag mal die Pizza vom Lieferdienst gönnt, dann Bitteschön! Nobodys Perfekt und das ist auch gut so!

Nur gute Freundschaften pflegen
Ein wichtiger, schwieriger, trauriger und mutiger Punkt zugleich. Man pflegt viel zu viele Freundschaften/Bekanntschaften, die einem eigentlich nicht gut tun. Sie fressen Zeit und sind am Ende Energieraubender als man glaubt.
Besinne dich auf die Menschen, bei denen du ein gutes Gefühl hast wenn du gehst. Menschen, bei denen du ganz du selbst sein kannst. Diejenigen, bei denen du nicht aufpassen musst was du sagst und wie du bist. Die, die auch noch da sind wenn es Dir mal schlecht geht und nicht umgekehrt.
Das sind wahre Freunde <3

 

Was sind eure Tipps für ein langsameres Leben?

Eure Marliese

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.